QR-Codes auf Plakaten: Wie groß muss der Code sein?
Zwei bis zehn Meter Abstand, drei Sekunden Aufmerksamkeit, Sonne von der Seite. Wie groß ein QR-Code auf Plakat, Bauzaun oder Wahlplakat wirklich sein muss.
Für die Praxis: ein dynamischer QR-Code mit änderbarem Ziel kostet bei uns 4,99 € einmalig.
Auf einer Visitenkarte hältst du den Code in der Hand, dreißig Zentimeter vor der Kamera, in Ruhe. An einer Plakatwand steht der Mensch zwei bis zehn Meter weg, hat drei Sekunden übrig, die Sonne kommt von der Seite und die Scheibe spiegelt. Springt der Code beim ersten Versuch nicht an, geht er weiter. Einen zweiten Versuch gibt es nicht.
Deshalb ist Außenwerbung die schwierigste Disziplin für QR-Codes. Der größte Teil davon ist eine Frage der Größe, und die kann man ausrechnen.
Die Faustregel: teile durch zehn
Mindestgröße des Codes = Lesedistanz geteilt durch 10.
Wer aus 5 Metern scannen soll, braucht mindestens 50 × 50 cm. Wer direkt davorsteht, etwa an einem Aufsteller im Eingangsbereich, kommt mit 10 × 10 cm aus.
Die Regel ist bewusst großzügig. Ein aktuelles iPhone liest bei gutem Licht auch deutlich kleinere Codes. Außenwerbung trifft aber eben nicht nur auf aktuelle iPhones bei gutem Licht, sondern auch auf sieben Jahre alte Geräte, auf Gegenlicht, auf Brillenträger und auf Menschen ohne Geduld.
Kosten und Datenschutz bei QR Kontor
Statische QR-Codes sind bei QR Kontor kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, ohne Limit und ohne Wasserzeichen. Dynamische Codes, deren Ziel du auch nach dem Druck noch ändern kannst, kosten einmalig 4,99 Euro pro Code. Kein Abo, keine Folgekosten.
Die Daten liegen in Frankfurt (Supabase EU und Vercel fra1). Es laufen nur essentielle Cookies für die Login-Session, kein Marketing-Tracking und keine Drittanbieter-Pixel.
Größentabelle für die üblichen Formate
| Plakat-Format | Maße | Übliche Lesedistanz | Empfohlene QR-Größe |
|---|---|---|---|
| DIN A4 (Aushang) | 21 × 30 cm | 1 m | 10 × 10 cm |
| DIN A3 | 30 × 42 cm | 1,5 m | 15 × 15 cm |
| DIN A2 | 42 × 60 cm | 2 m | 20 × 20 cm |
| DIN A1 | 60 × 84 cm | 2,5 m | 25 × 25 cm |
| DIN A0 | 84 × 119 cm | 3 m | 30 × 30 cm |
| City-Light-Poster | 119 × 175 cm | 4 m | 40 × 40 cm |
| 18/1-Plakat (klassische Wand) | 252 × 356 cm | 8 m | 80 × 80 cm |
| Bauzaun-Banner | 6 × 3 m | 15 m | 1,5 × 1,5 m |
| Megaposter | 12 × 8 m | 20 m | 2 × 2 m |
Ein häufiges Missverständnis: Die Lesedistanz ist nicht die Entfernung, aus der jemand das Plakat zuerst sieht. Es ist die, aus der er es scannen will. An einem Bahnsteig sieht man die Werbung von weitem und steht zum Scannen zwei Meter davor.
Warum eine kurze Adresse Druckfläche spart
Ein QR-Code besteht aus Modulen, den kleinen schwarzen und weißen Quadraten. Je mehr Daten drinstecken, desto mehr Module, und desto größer muss der Code gedruckt werden.
| Code-Inhalt | Version | Module | Bei 1 m scanbar ab |
|---|---|---|---|
Sehr kurze URL (qrkontor.de/abc) |
2 | 25 × 25 | ca. 7 cm |
| Mittlere URL (ca. 50 Zeichen) | 4 | 33 × 33 | ca. 9 cm |
| Lange URL (ca. 100 Zeichen) | 8 | 49 × 49 | ca. 13 cm |
| vCard-Inhalt (ca. 300 Zeichen) | 15 | 77 × 77 | ca. 21 cm |
Ein dynamischer Code mit kurzem Slug wie qrkontor.de/wahlkampf-2026 kommt auf rund 30 Module. Derselbe Inhalt als statischer Code mit voller Ziel-URL landet schnell bei 80. Das ist auf einem Plakat der Unterschied zwischen 25 und 60 Zentimetern Kantenlänge, und damit eine Layout-Frage, keine Detailfrage. Mehr dazu im Statisch-vs-Dynamisch-Guide.
Wahlplakate
Eine Kampagne läuft Wochen, und was auf der Landing-Page stehen soll, ändert sich in dieser Zeit mehrfach. Am Anfang stellt sich der Kandidat vor, in der Mitte geht es um einzelne Forderungen, am Ende nur noch darum, wählen zu gehen. Der gedruckte Code bleibt derselbe.
Dazu kommt die lokale Ebene. Plakate in Hamburg können auf Hamburger Themen zeigen, Plakate in München auf Münchner, entweder über eigene Codes pro Region oder über eine Weiche dahinter.
Und wenn am Dienstag etwas passiert, das alle beschäftigt, steht die neue Landing-Page am Dienstagabend. Beim Plakat ändert sich nichts, beim Ziel alles.
Was dabei nebenbei abfällt: Du siehst, welche Standorte überhaupt gescannt werden und zu welchen Tageszeiten. Das ist mehr Rückmeldung, als klassische Plakatwerbung je geliefert hat.
Bauzäune
Ein Bauzaun steht sechs bis achtzehn Monate. In dieser Zeit wandert das Projekt vom Aushub über den Rohbau und den Innenausbau bis zum Bezug. Der Verkaufsstand geht von der Hälfte auf ausverkauft mit Warteliste. Showroom-Termine kommen und gehen.
Ein einziger gedruckter Code, der immer auf die aktuelle Phase zeigt, spart vier bis sechs Druckwechsel pro Projekt. Updates kosten dann nichts mehr außer der Zeit, die neue Seite zu schreiben.
Zur Größe: Bauzaunwerbung wird meist aus 10 bis 20 Metern wahrgenommen, der Code braucht also 1 bis 2 Meter Kantenlänge. Das wirkt im Layout absurd groß und ist trotzdem richtig.
City-Light-Plakate
Bushaltestellen, U-Bahn-Stationen und Schaufenstervitrinen haben meist 119 × 175 cm. Die Lesedistanz ist hier kurz, oft nur ein bis zwei Meter, weil Wartende direkt davorstehen. Dafür ist die Konkurrenz groß, in Sichtweite hängen mehrere andere Plakate.
Was sich bewährt hat: Der Code sitzt rechts unten, weil das Auge dort zuletzt hinwandert. Mindestens 25 × 25 cm. Direkt daneben gehört ein Satz, der sagt, was passiert, wenn man scannt. Nicht "QR-Code scannen", sondern "Termin vereinbaren" oder "Mehr erfahren". Und bei beleuchteten Vitrinen vorher prüfen, ob der Code auch bei eingeschaltetem Leuchtfeld noch lesbar ist.
Die sechs Fehler, die immer wieder passieren
Zu klein. Der häufigste mit Abstand. Der Gestalter sieht den Code in InDesign auf einem 27-Zoll-Monitor bei 100 Prozent und hält ihn für groß genug. Auf der Wand, aus acht Metern, ist er es nicht.
Zu kontrastarm. Mittelgrauer Code auf weißem Plakat sieht edel aus und scannt unzuverlässig. Bei Außenwerbung gehört der Code schwarz auf eine weiße oder sehr helle Fläche, auch wenn das Markendesign darunter leidet.
Falsche Höhe. Der Code sitzt auf 2,5 Metern. Niemand hält sein Handy so hoch. Bei hohen Plakaten gehört er auf Augenhöhe, also 1,5 bis 1,8 Meter.
Spiegelung. Plakatständer mit Glasfront reflektieren bei Sonne, und der Code ist unlesbar. Vor dem Druck am echten Standort prüfen, notfalls entspiegeltes Material bestellen.
Falsche Adresse gedruckt. Die Druckfreigabe ist raus, dann fällt auf, dass die Landing-Page noch nicht live ist. Bei einem statischen Code ist das Material verloren. Bei einem dynamischen zeigt der gedruckte Code auf einen festen Slug, und wohin der führt, entscheidest du später.
Kein Tracking. Die Kampagne läuft sechs Wochen und niemand weiß hinterher, ob jemand gescannt hat. Tracking gehört ab Tag eins dazu, am besten mit eigenen Parametern je Standort. Mehr dazu im Tracking-Guide.
Der Test vor der Großauflage
Bevor 500 Plakate in den Druck gehen, kostet dieser Ablauf einen Nachmittag und rund 20 Euro.
- Mockup im Maßstab 1:10 oder 1:5 auf dem Bürodrucker
- Ein einzelnes Probeplakat in Originalgröße bei einer Online-Druckerei, meist 10 bis 20 Euro
- Das Probeplakat mit Klebeband an eine Wand am echten Standort
- Scannen mit einem aktuellen iPhone, einem aktuellen Android und einem alten Gerät
- Wiederholen bei Morgenlicht, Mittagssonne und Dämmerung, und wenn es ein Außenstandort ist, auch bei Regen
Wenn alle Durchgänge funktionieren, kann die Auflage in den Druck.
Was der Generator hier abnimmt
QR Kontor exportiert die Codes als SVG. Du baust das Layout in InDesign und setzt den Code in jeder Größe zwischen 5 Zentimetern und 5 Metern ein, ohne dass er unscharf wird. Die Slugs sind vier bis acht Zeichen kurz, was die Modulzahl klein hält und damit die nötige Druckgröße.
Die Fehlerkorrektur lässt sich pro Code auf Stufe Q oder H stellen. Für Außenwerbung lohnt sich das, weil Codes dort verschmutzen, überklebt werden und Wetter abbekommen. Das Scan-Tracking läuft anonym und aggregiert, es braucht also keinen Cookie-Banner auf der Zielseite.
Für Plakat-Kampagnen: Kostenlos anmelden und den Code anlegen. Statische Codes kosten nichts, ein dynamischer Code für die Kampagne kostet einmalig 4,99 Euro.
Visitenkarten, die mitwachsen.
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