QR-Codes drucken: Format, Größe und Auflösung richtig wählen
Falsches Dateiformat, zu wenig Auflösung, zu wenig Kontrast: Woran QR-Codes im Druck scheitern und wie du es vor der Großbestellung merkst.
Für die Praxis: ein dynamischer QR-Code mit änderbarem Ziel kostet bei uns 4,99 € einmalig.
Die tausend Visitenkarten kommen aus der Druckerei. Papier fühlt sich gut an, Farben stimmen, Satz sitzt. Nur der QR-Code auf der Rückseite lässt sich nicht scannen. Nicht schlecht, sondern gar nicht. Und bezahlt sind sie auch schon.
Das passiert selten, weil jemand schlampig war. Es passiert, weil zwischen dem Export aus dem Generator und dem fertigen Druck vier Stellen liegen, an denen etwas kippen kann: Dateiformat, Auflösung, Größe im Verhältnis zur Lesedistanz, und Kontrast im gewählten Druckverfahren. Alle vier lassen sich vorher prüfen.
Welches Dateiformat wofür
Für den Druck sind drei Formate relevant. Sie unterscheiden sich in einem Punkt: PNG speichert feste Pixel, SVG und PDF speichern Anweisungen, aus denen der Drucker das Bild in jeder Größe neu zeichnet.
| Format | Pixel oder Vektor | Wann nutzen |
|---|---|---|
| PNG | Pixel | Web, kleine Druckgrößen bis etwa 5 cm, schneller Weg |
| SVG | Vektor | Print in jeder Größe, von der Visitenkarte bis zum Plakat |
| Vektor | Wenn der Code in einem Layout steckt, das komplett zur Druckerei geht |
Wenn du zwischen PNG und SVG wählen kannst, nimm SVG. Es skaliert verlustfrei, ist meist kleiner als ein hoch aufgelöstes PNG, und jede ordentliche Druckerei kann damit umgehen. PNG hat genau einen Vorteil: Es funktioniert auch in Word, PowerPoint und einfachen Layoutprogrammen ohne Gefummel.
Kosten und Datenschutz bei QR Kontor
Statische QR-Codes sind bei QR Kontor kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, ohne Limit und ohne Wasserzeichen. Dynamische Codes, deren Ziel du auch nach dem Druck noch ändern kannst, kosten einmalig 4,99 Euro pro Code. Kein Abo, keine Folgekosten.
Die Daten liegen in Frankfurt (Supabase EU und Vercel fra1). Es laufen nur essentielle Cookies für die Login-Session, kein Marketing-Tracking und keine Drittanbieter-Pixel.
Wie viel DPI der Code wirklich braucht
DPI sagt, wie viele Druckpunkte pro Zoll auf dem Papier landen. 300 DPI sind der professionelle Standard. Manche Anleitungen empfehlen 600. Das ist übertrieben und schadet nicht.
Bei einem SVG ist die Frage egal, die Datei wird beim Druck immer in der bestmöglichen Auflösung gezeichnet. Bei PNG musst du rechnen:
| Druckgröße | Bei 300 DPI | Bei 600 DPI |
|---|---|---|
| 2 × 2 cm | 236 × 236 px | 472 × 472 px |
| 3 × 3 cm | 354 × 354 px | 709 × 709 px |
| 5 × 5 cm | 591 × 591 px | 1.181 × 1.181 px |
| 10 × 10 cm | 1.181 × 1.181 px | 2.362 × 2.362 px |
Ein Beispiel, das oft schiefgeht: Du exportierst aus einem Online-Werkzeug ein PNG mit 500 × 500 Pixeln und druckst es auf 5 Zentimeter. Das sind rund 254 DPI, knapp unter Standard, für die meisten Verfahren noch brauchbar. Dasselbe PNG auf 10 Zentimeter gedruckt sind nur noch 127 DPI, und das sieht man.
Merksatz für den Alltag: Die Pixelbreite sollte mindestens dem Doppelten der Druckgröße in Millimetern entsprechen. 50 Millimeter Druckgröße heißt also mindestens 1.000 Pixel.
Die Größe: teile die Lesedistanz durch zehn
| Lesedistanz | Mindestgröße |
|---|---|
| 30 cm (Visitenkarte in der Hand) | 3 × 3 cm |
| 1 m (Tischaufsteller) | 10 × 10 cm |
| 2 m (Wandposter im Eingang) | 20 × 20 cm |
| 5 m (großes Plakat im Raum) | 50 × 50 cm |
| 20 m (Bauzaun) | 2 × 2 m |
Die Regel ist bewusst großzügig. Moderne Kameras lesen auch kleinere Codes. Du willst aber nicht den Fall abdecken, in dem alles gut geht, sondern den, in dem jemand mit einem alten Handy bei schlechtem Licht schräg draufhält. Wer dreimal probieren muss, probiert kein viertes Mal.
Auf einer Standard-Visitenkarte mit 85 × 55 mm liegt die Untergrenze bei 2 × 2 cm in einer Ecke. Rechnet man die Ruhezone dazu, brauchst du rund 2,8 × 2,8 cm Fläche. Über 3 × 3 cm wird der Code optisch zum Hauptdarsteller. Dazwischen liegt der Kompromiss.
Die Ruhezone
Jeder QR-Code braucht ringsum einen weißen Rand von mindestens vier Modulen. Module sind die kleinen Quadrate, aus denen der Code besteht. Der Rand ist keine Design-Empfehlung, sondern das, woran der Scanner erkennt, wo der Code aufhört.
Ein Rechenbeispiel: Bei einem Code aus 21 × 21 Modulen und 3 Zentimetern Druckgröße ist ein Modul etwa 1,4 Millimeter breit. Vier Module Ruhezone sind also rund 5,7 Millimeter freier Rand auf jeder Seite.
Der Klassiker unter den Gestaltungsfehlern: Der Code sitzt bündig an der Kante der Visitenkarte. Auch wenn der Kartenhintergrund fast dieselbe Farbe hat wie die Ruhezone, scheitert das Scannen häufig, weil die Software die Begrenzung nicht findet.
Kontrast
Zwischen Modulfarbe und Hintergrund braucht es mindestens 40 Prozent Helligkeitsunterschied. Praktisch heißt das: Schwarz auf Weiß geht immer, Dunkelblau auf Cremeweiß meistens, Hellgrau auf Weiß fast nie.
Verlässlich funktioniert:
- schwarze Module auf weißem Grund
- eine dunkle Markenfarbe wie tiefes Blau, dunkles Grün oder Bordeaux auf weißem oder sehr hellem Grund
- schwarze Module auf hellem Pastell, solange der Hintergrund über 90 Prozent Helligkeit liegt
Verlässlich schiefgehen kann:
- Hellgrau, Beige oder Mittelgrau auf Weiß
- bunt auf bunt, etwa Dunkelblau auf Hellblau
- inverse Codes mit hellen Modulen auf dunklem Grund. Moderne iPhones lesen die, ältere Android-Scanner nicht
Wenn du in der Markenfarbe drucken willst, teste vorher mit drei Geräten: einem aktuellen iPhone, einem aktuellen Android und einem alten Android.
Welches Druckverfahren passt wozu
| Verfahren | Geeignet für | Auflösung | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Offset | Visitenkarten, Flyer, Plakate ab 500 Stück | sehr hoch | Standard bei Visitenkarten-Druckereien |
| Digitaldruck | Visitenkarten, Flyer ab 1 Stück | hoch | Etwas weniger Kontrast als Offset, für QR meist unkritisch |
| Laserdruck | Karten in Eigenregie, Speisekarten-Updates | mittel | Funktioniert, Tonerübertrag prüfen |
| Inkjet | Speisekarten, Aushänge | mittel | Tinte kann verlaufen, feinen Druckmodus nutzen |
| Siebdruck | Textilien, Werbegeschenke | niedrig | Modulgröße mindestens 3 mm, sonst nicht scanbar |
| Lasergravur | Premium-Karten aus Holz oder Metall | hoch | Kontrast oft zu schwach, vorher testen |
Bei Siebdruck und Stickerei verziehen sich die Module. Der Code sieht dann noch stimmig aus und wird trotzdem nicht erkannt. Dagegen hilft eine höhere Fehlerkorrektur auf Stufe Q oder H, damit hat der Code Reserven.
Fünf Pannen, die in der Druckerei passieren
PNG zu klein hochgeladen. Ein Export mit 200 × 200 Pixeln, gedacht für 4 Zentimeter Druckgröße, wird matschig. Entweder SVG schicken oder mindestens 1.000 × 1.000 Pixel.
Falscher Farbraum. Die Datei geht in RGB raus, die Druckerei rechnet nach CMYK um, und aus Schwarz wird ein dunkles Grau. Der Kontrast leidet, manchmal genug, um den Scan zu kippen. Bei Offset immer in CMYK exportieren und im Auftrag ausdrücklich Schwarz als 100K angeben.
Falsche Adresse eingebrannt. Bei einem statischen Code ist die Adresse Teil des Musters und bleibt es. Bei einem dynamischen Code änderst du das Ziel im Dashboard, der gedruckte Code bleibt gültig. Mehr dazu unter Statisch oder dynamisch.
Nicht auf einem echten Handy getestet. Die tausend Karten liegen schon im Regal, als jemand merkt, dass der Code unter iOS läuft und unter Android nicht. Ein Probedruck kostet nichts im Vergleich.
Logo zu groß im Code. Verdeckt das Logo mehr als 30 Prozent der Module, scheitert die Erkennung. Wer ein großes Logo will, stellt die Fehlerkorrektur auf Stufe H, dann verkraftet der Code bis zu 30 Prozent überschriebene Module.
Der Test vor der Großbestellung
Bevor 5.000 Karten in Auftrag gehen, dauert das hier zehn Minuten.
- Probedruck auf dem Bürodrucker, unbedingt in Originalgröße. Also Skalierung 1:1, nicht "auf Seite anpassen"
- Scannen mit drei Geräten: aktuelles iPhone, aktuelles Android, ein altes Gerät
- Das Ganze zweimal wiederholen, einmal bei Tageslicht am Fenster und einmal bei gedämpftem Licht
- Zum Schluss schräg von oben und schräg von unten scannen, so wie es auf einem Tisch tatsächlich passiert
Scheitert dabei ein einziger Versuch, geht der Code eine Nummer größer oder bekommt mehr Kontrast. Beides ist billiger als ein zweiter Druckauftrag.
Was der Generator hier abnimmt
QR Kontor exportiert standardmäßig als SVG und alternativ als PNG mit 1.024 × 1.024 Pixeln, was bei 300 DPI für jede Druckgröße bis 17 Zentimeter reicht. Die Fehlerkorrektur steht auf M, das passt für saubere Druckverfahren, ohne den Code unnötig groß zu machen. Für Lasergravur, Siebdruck oder ein eingebettetes Logo lässt sie sich auf Q oder H heben.
Die Ruhezone und die Modulanordnung stimmen automatisch. Einfärben in die Markenfarbe geht, den Kontrast prüft das System aber nicht, weil nur du weißt, worauf am Ende gedruckt wird.
Zum Ausprobieren: Kostenlos anmelden. Statische Codes sind gratis und unbegrenzt. Soll der Code nach dem Druck noch änderbar sein, kostet er einmalig 4,99 €, ohne Scan-Limit.
Visitenkarten, die mitwachsen.
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