QR-Codes für die Speisekarte: der Praxis-Guide für Restaurants 2026
Neue Preise, neues Tagesgericht, neue Allergene: So tauschen Restaurants ihre Speisekarte digital aus, ohne die Karten am Tisch neu drucken zu lassen.
Für die Praxis: ein dynamischer QR-Code mit änderbarem Ziel kostet bei uns 4,99 € einmalig.
Freitagmittag, halb eins. Der Fisch ist aus und kommt erst Dienstag wieder. Auf dreißig Tischen liegt eine Karte, auf der er noch steht. Der Service erklärt es jedem Gast einzeln, den ganzen Mittag lang.
Zwei Wochen später erhöht der Lieferant, alle Preise verschieben sich um sechzig Cent. Also dreißig Karten neu setzen, neu drucken, neu verteilen. Fünf Euro das Stück, und das viermal im Jahr, weil die Karte ja auch saisonal wechselt.
Genau an dieser Stelle lohnt sich die QR-Code-Speisekarte. Der Gast scannt einen Code am Tisch und liest die Karte auf dem Handy. Der Haken: Das funktioniert nur, wenn hinter dem Code eine dynamische Karte liegt, deren Inhalt du austauschen kannst, ohne den gedruckten Code selbst zu ersetzen. Sonst hast du dasselbe Problem in neuer Verpackung, nur dass jetzt der Aufsteller neu gedruckt werden muss statt der Karte.
Hier steht, wie das praktisch läuft: Technik, LMIV und DSGVO, was es kostet, und die Fehler, die in der Umsetzung immer wieder passieren.
Warum die Karte dynamisch sein muss
Eine statische PDF hinter dem QR-Code ist die schnellste Lösung und die kurzsichtigste. Ändern sich Preise, Tagesgerichte oder Allergene, brauchst du einen neuen Code. Der muss gedruckt und an jedem Tisch ausgetauscht werden.
Eine dynamische QR-Speisekarte zeigt auf eine kurze, feste Adresse wie qrkontor.de/d/cafe-mueller. Diese Adresse steht auf dem gedruckten Aufsteller und ändert sich nie. Wohin sie weiterleitet, legst du im Dashboard fest, und das kannst du jederzeit ändern. Die Karte selbst liegt dort, wo sie schon immer lag: auf deiner Website, in deinem Cloud-Speicher oder beim Anbieter deines Bestellsystems. Du hinterlegst die Adresse einmal und änderst sie, wenn sich etwas ändert.
Was das im Betrieb bringt:
- Die Karte saisonal wechseln, ohne die Aufsteller neu drucken zu lassen
- Tagesgerichte, die du morgens änderst
- Allergen-Updates sofort live, was in Deutschland Pflicht ist (siehe LMIV weiter unten)
- Preise anpassen, ohne dass jemand durch den Gastraum läuft und Karten tauscht
- Eine Weinkarte als zweiter Code auf demselben Aufsteller
- Mehrsprachigkeit über eine Auswahlseite
Wie die Technik dahinter funktioniert, steht im Statisch-vs-Dynamisch-Guide.
Kosten und Datenschutz bei QR Kontor
Statische QR-Codes sind bei QR Kontor kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, ohne Limit und ohne Wasserzeichen. Dynamische Codes, deren Ziel du auch nach dem Druck noch ändern kannst, kosten einmalig 4,99 Euro pro Code. Kein Abo, keine Folgekosten.
Die Daten liegen in Frankfurt (Supabase EU und Vercel fra1). Es laufen nur essentielle Cookies für die Login-Session, kein Marketing-Tracking und keine Drittanbieter-Pixel.
LMIV: was das Gesetz verlangt
Die EU-Lebensmittel-Informations-Verordnung verpflichtet jedes Restaurant in Deutschland, die 14 Hauptallergene auszuweisen. Bei nicht vorverpackten Speisen, also der normalen Restaurantküche, reicht eine schriftliche Information vor Ort, die für jeden Gast erkennbar ist.
Eine QR-Code-Speisekarte erfüllt das, solange die Allergene klar gekennzeichnet sind und der Gast sie abrufen kann, ohne das Personal fragen zu müssen.
Praktisch heißt das:
- Die Allergen-Angaben müssen in der digitalen Karte direkt zu sehen sein, nicht hinter einem weiteren Link
- Die Karte muss ohne Account und ohne App laden
- Ändert sich ein Gericht, ändern sich die Allergene sofort mit
Genau hier sind statische Codes riskant. Du druckst eine PDF mit Allergenen, ein neues Gericht kommt dazu, die Angaben stimmen nicht mehr. Mit einer dynamischen Karte ändert die Küchenleitung das morgens in fünf Minuten.
So richtest du es ein
1. Werkzeug wählen. Eine dynamische QR-Lösung mit Hosting in der EU erspart die DSGVO-Diskussion. QR Kontor läuft über Server in Frankfurt. Pro Restaurant brauchst du einen Code, der auf die jeweils aktuelle Karte zeigt.
2. Speisekarte vorbereiten und ablegen. PDF ist am unkompliziertesten, das öffnet jedes Handy. Achte auf ein schmales Hochformat statt A4, damit der Gast nicht zoomen muss, und auf mindestens 16 pt Schriftgröße. Bei mehreren Sprachen bekommt jede Sprache eine eigene Datei.
Die Datei braucht einen Platz im Netz, an dem sie öffentlich erreichbar ist. Das kann eine Unterseite deiner Website sein, ein geteilter Link aus deinem Cloud-Speicher oder die Menü-Seite deines Bestellsystems. Wichtig ist nur eins: Leg die neue Karte später immer unter derselben Adresse ab. Dann musst du im Dashboard nie wieder etwas anfassen.
3. Code erzeugen. Kurzer, merkbarer Slug. Farben aus dem Restaurant-Schema, Logo in die Mitte. Fehlerkorrektur auf Stufe Q oder H, weil Sticker auf Tischen mit der Zeit Kratzer bekommen.
4. Drucken und platzieren. Dazu gleich mehr.
5. Update-Routine festlegen. Zum Beispiel Sonntagabend die Karte für die kommende Woche austauschen.
Wohin mit dem Code
| Ort | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Tischaufsteller | Sichtbar, edel, wiederverwendbar | Verschwindet manchmal mit dem Servicepersonal |
| Tisch-Sticker | Permanent, nicht zu übersehen | Auf Holztischen oft unschön |
| Laminierte Karte | Klassisch, leicht zu reinigen | Mehr Material-Aufwand |
| Bierdeckel | Charmant, günstig bei großer Auflage | Bleibt nicht am Tisch |
| Papier-Tischset | Viel Platz, lässt sich rotieren | Einwegmaterial, höhere Druckkosten |
| Eingang oder Wand | Erreicht Leute von außen, gut für den Mittagstisch | Am Tisch nicht verfügbar |
Die meisten Restaurants kombinieren zwei Orte: Aufsteller am Tisch und einen größeren Code im Eingangsbereich für Leute, die von außen auf den Mittagstisch schauen.
Zur Größe: am Tischaufsteller mindestens 4 × 4 cm. Auf dunklem Holz eher 6 × 6 cm, weil der Kontrast schlechter ist. Details dazu stehen im Druck-Guide.
Mehrsprachigkeit
Touristische Häuser brauchen oft zwei oder drei Sprachen. Es gibt drei Wege.
Ein Code pro Sprache heißt drei Aufsteller pro Tisch. Übersichtlich, aber viel Material.
Ein Code mit Auswahlseite führt auf eine kleine Seite mit den Sprachen als Buttons. Ein Aufsteller pro Tisch reicht.
Ein Code mit automatischer Erkennung liest die Spracheinstellung des Browsers. Das klappt meistens, aber nicht immer. Manche Gäste aus England haben ihr Handy auf Deutsch stehen.
In der Praxis ist die Auswahlseite der beste Kompromiss. Sie ist schnell gebaut und der Gast entscheidet selbst.
DSGVO im Restaurant
Für die meisten Speisekarten-Codes brauchst du keinen Cookie-Banner, weil keine Tracking-Cookies gesetzt werden. Das ändert sich, sobald du eine Online-Bestellung anbindest, Marketing-Tracking einsetzt oder Newsletter-Adressen sammelst.
Die reine Anzeige der Karte plus anonyme Scan-Zahlen (wie viele, wann, welches Gerät) ist ohne Einwilligung erlaubt, gestützt auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. QR Kontor erfasst standardmäßig nur solche Aggregate, mehr dazu im Tracking-Guide.
Was es kostet und was es spart
Rechenbeispiel: ein Restaurant mit 30 Tischen, das die Karte viermal im Jahr saisonal wechselt.
Mit gedruckten Karten sind das 30 Karten mal 4 Wechsel mal 5 € Druckkosten, also 600 € im Jahr. Dazu kommt jedes Mal ein bis zwei Tage für Layout, Druck und Verteilung. Spontane Änderungen landen im Papiermüll.
Mit QR-Code kaufst du 30 Tischaufsteller für rund 90 € und einen dynamischen Code für 4,99 €. Das sind rund 95 € im ersten Jahr und 0 € in den Folgejahren.
Im ersten Jahr sparst du also etwa 505 €, danach jedes Jahr 600 €. Über fünf Jahre sind das rund 2.900 €. Der größere Gewinn ist aber, dass ein Update Minuten dauert statt Tage.
Die Fehler, die immer wieder passieren
Nicht mit einem alten Handy getestet. Ältere Geräte öffnen QR-Codes nicht automatisch über die Kamera. Ein Teil der älteren Gäste kommt damit nicht weiter. Hilft: drei Zeilen Anleitung auf dem Aufsteller. Kamera öffnen, auf den Code halten, auf den Link tippen.
PDF im A4-Hochformat. Auf einem 6-Zoll-Display wird das winzig, der Gast zoomt sich durch die Karte. Besser ein schmales Format, das bei 100 % lesbar ist.
Karte hinter einer Account-Pflicht. Manche Anbieter verlangen eine E-Mail-Adresse, bevor die Karte erscheint. Das ist datenschutzrechtlich heikel und nervt den Gast. Die Karte gehört direkt sichtbar, ein Newsletter-Hinweis darf darunter stehen.
Allergene auf Seite 5. Wenn die Angaben nicht am Gericht stehen, wird es bei einer Kontrolle unangenehm. Üblich sind Zahlencodes am Gericht mit einer Legende am Anfang oder Ende.
Kein Notfallplan. Fällt das WLAN aus, hilft mobiles Netz. Fällt beides aus, steht der Gast ohne Karte da. Zwei laminierte Karten in der Schublade lösen das.
Glänzender Sticker auf glänzendem Tisch. Die Spiegelung macht den Code unlesbar. Matter Sticker oder eine Fläche aus Holz oder Karton daneben.
Die Wochenroutine
- Karte überarbeiten, in InDesign, Affinity oder Canva
- Als PDF exportieren, mobil lesbar, mindestens 16 pt
- Die neue Datei unter derselben Adresse ablegen wie die alte
- Mit dem eigenen Handy scannen und prüfen, ob die neue Karte lädt
- Fertig, alle Tischcodes zeigen sofort die aktuelle Version
Für ein spontanes Tagesgericht dauert dieselbe Runde etwa fünf Minuten.
Nur wenn die Karte an einer neuen Adresse liegt, änderst du die Ziel-URL im Dashboard. Das ist ein Feld und zwei Klicks.
Für Restaurants: Kostenlos anmelden und die Karte anlegen. Statische Codes kosten nichts, der erste dynamische Code für die Speisekarte kostet einmalig 4,99 €.
Visitenkarten, die mitwachsen.
Statische QR-Codes erstellst du kostenlos und unbegrenzt, ohne Kreditkarte.
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